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vor meiner Wohnungseingangstür


Januar Zweitausend neun
Vor meiner Wohnungseingangstür
Ich stehe davor.
Ganz unvorbereitet stelle ich fest,
der Schüssel fehlt,
um sie zu öffnen.
Drinnen ist es warm.
Es gibt zu essen.
Draußen ist es kalt.Mein Magen knurrt.
Für viele beginntjetzt ein Wochenende.
Aber ich komme nicht in meine Wohnung.

Der Wind beißt mir in die nicht verdeckte Haut.
Es schneit unfreundlich kleine Flocken,
die mich mit dem Sturm grob treffen.
Es hilft nicht,
die verschlossene Tür weiter anzuschauen.
Ich komme nicht rein,
wende den Blick ab auf die Straße,
in den Garten und in die Richtung
des nahe gelegenen Auenwaldes.



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… es knistert …
… oder brennt es schon? …

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