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der Sparzwangstreik
jugendlicher Arbeiterinnen und Arbeiter

Das stellvertretende königliche Generalkommando des X Armeekorps in Hannover, zuständig für Braunschweig, erließ im April neunzehnhundert sechzehn eine Verfügung, wonach gegen jugendliche Arbeiterinnen und Arbeiter ein Sparzwang erlassen wurde. Dieser Erlass wurde im gesamten deutschen Reich verhängt. Er besagte, die Arbeiterjugend solle von ihrem wöchentlichen Lohn künftig nur noch dreizehn Mark ausgezahlt bekommen. Der Rest solle auf ein separates Konto für eventuelle Kriegsanleihen gehen. So war die öffentliche Begründung, doch es gab noch eine interne. Die öffentliche mag teilweise richtig sein, denn der Krieg hatte sämtliche Ressourcen ausgezehrt. Die interne Begründung war, zu hohe Verdiener einer jungen Arbeiterschaft gerieten in einen Lebenswandel, der ernste Gefahren mit sich bringe.

„Also machen wir die Jugend zu hungernden Duckmäusern und ängstlichen Hasen. Wir machen sie einfach fertig, und das mitten im Kohlrübenjahr!“, formuliert Greta aufgebracht. „Bitte schön, Greta, was ist das denn, das Kohlrübenjahr?“ fragt Theo. „Ich habe hier im Restaurant schon etwas im Buch vorgeblättert. Ich erzähle später mehr darüber.“

Die Jugendlichen erhielten außerdem neue Bestimmungen mit einer einschneidenden Beschränkung der freien Wahl des Arbeitsplatzes. Sie durften nur noch dort arbeiten, wo sie gut kontrolliert werden konnten, also in großen beaufsichtigten Betrieben.

„Was ist mit denen, die gerade woanders eine Arbeitsstelle hatten? Mussten sie diese jetzt aufgeben?“, will ich wissen. „Wahrscheinlich!“ überlegt Theo „Dadurch verlieren die eh‘ schon geschwächten kleinen Unternehmen, die oft zu der Arbeiterschaft toleranter waren, ihre Arbeitskräfte.“

Mit dreizehn Mark konnte niemand sich oder seine Familie ernähren. Ich stoße auf den Begriff Korps und denke: „Vielleicht einmal Freikorps gewesen, dieser Generalkorps, der von Hannover für Braunschweig Erlasse erteilte. Mussten harte Burschen gewesen sein. Sie hatten mit Sozialdemokratie nichts am Hut, obwohl die regierende SPD sie duldete, akzeptierte und beschäftigte. Säbeldiktatur und Arbeiterknebelung waren so sicherlich kein Zufall.“ Über die Herkunft des Generalkommandos, das auch Korps genannt wurde, bekommen wir aber noch nichts heraus.

Die Redakteure des Volksfreundes wurden durch den Erlass des Genralkorps wieder wach und schlüpften in ihre Puschen. Keiner der jugendlichen Arbeiterinnen und Arbeiter konnten jetzt inaktiv verstecktes Mäuschen spielen. Was die Regierenden erreichen wollten, ließ sich mit dieser Maßnahme nicht halten. Massen mussten sich dagegen wehren. Eine Mitgliederversammlung der Bildungsvereine jugendlicher Arbeite-rinnen und Arbeiter und der ‚Freien Jugend‘ wurde einberufen, um dieses Thema zu behandeln. Der paritätische Jugendverband wurde eingeschaltet, der durch eine Bittschrift immerhin eine Erhöhung von dreizehn auf sechzehn Mark erreichte. Robert Gehrke beklagte die Maßnahme und verhandelte mit der Partei und den Gewerkschaften. Diese rieten zur Besonnenheit. Aber eine Unterstützung boten sie nicht an. Die Empörung über dieses Verhalten war groß und entfachte wieder neue aufgebrachte Kreise. Mit dieser Reaktion konnte das Generalkommando nicht gerechnet haben. Die Reaktionen auf die Maßnahme schwächte ihr Ansehen deutlich.

Sechs Tage nach dem Erlass argumentierte der Volksfreund gegen die inzwischen zu zahlenden beabsichtigten sechzehn Mark. Weitere Versammlungen fanden statt. Weitere Resolutionen wurden verschickt. Es wurden Streiks angekündigt mit der Androhung, den Arbeitsplatz zu verlassen. Die Arbeiterschaft der MIAG motivierte sich stark gegen diesen Sparzwang. Die Oppositionellen des inzwischen gegründeten Spartakusbundes unterstützten die Jugend, also August Thalheimer, August Merges, Albert Genzen und Michael Müller.

Doch alle Bemühungen, diesen Erlass friedlich einstellen zu lassen, waren bisher vergeblich. Hauptsächlich organisierten und motivierten Arno Krosse und Rudolf Sachs die Arbeiterinnen und Arbeiter innerhalb der Betriebe. Am ersten Mai des Jahres kam es zum Streik.

Aber Streikende bezüglich des Sparzwangs bekamen während der Maifeier von der politischen Polizei ein Redeverbot ausgesprochen und die Aufforderung, sich aufzulösen. Passiere das nicht, solle die gesamte Maifeier im Wilhelmsgarten platzen. Also lösten sich die jungen Arbeiter von der Maifeier. Sie waren still und verschwiegen und verließen nach und nach den Wilhelmsgarten, die Festlichkeiten aller Sozialdemokraten.

Nicht ganz, ohne sich an einem weiteren Ort heimlich wieder zu verabreden. Jugendvereine hatten sehr viele Freizeitangebote und konnten sich so heimlich politisch versammeln. Beispielsweise konnten sie zum Spazieren gehen im Grünen aufrufen, zu einer Wanderung im Elm oder zu einem Picknick mit anschließender Schnitzeljagd. Es gab so viele Organisationsmöglichkeiten.

Wie das alles gewesen ist, und was sich hinter den Spielprogrammen so im Detail verbirgt, wissen wir drei nicht. Wir ahnen nur mit Diskretion und denken uns Beispiele aus. Bis Theo versucht, eine Aktion detailliert zu planen: „Also alles waren Aktivitäten und Decknamen für versteckte politische Aktionen. Bei-Spielweise konnte in einer politischen Versammlung auch zu einem Picknick mit Ort, Menü- und Speisezettel eingeladen werden. Der Speiseplan war der Code eines Tagesprogramms. Wobei alle Vorspeisen Infos über einen aktuellen Stand sind. Salate könnten neue Vorschläge sein und Steckrüben Stickzettel über Zeit und Vorgehen der nächsten Aktionen. So muss man sich das vorstellen.“ Theo zeigt gerade eine interessierte wichtige Miene, während er versucht, seine Speisekarte mit Codes für ein politisches Programm exakter zu konstruieren.

„Moment mal“, mischt sich Greta ein, „was wird mehr bestraft, eine politische Versammlung oder eine Plünderung von Nahrungsmitteln? Ich kann doch dort im Wilhelmsgarten während der Ersten-Mai-Feier nicht allen Leuten und der politischen Polizei einen großen Speiseplan vorservieren. So eine Einladung scheint mir bedenklich.“

Einen Augenblick noch schaut uns Theo fragend an. Dann kehrt er auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir erfahren, es wurde zu einem Nachtausflug auf dem kleinen Exerzierplatz eingeladen. Schon bald sollten alle kommen. „Könnte das auf dem Nussberg oder im Prinzenpark gewesen sein? Der kleine Exerzierplatz?“ wollte Greta wissen. Aber sie bekam keine Antwort. Woher denn auch?

Sagenhaft viele Menschen versammelten sich für die geplante schöne Freizeitgestaltung, dem kleinen Nachtausflug auf dem Exerzierplatz. Über Umwege gelangte die Menschenmasse dann zum Querumer Wald, denn sie wurden von der politischen Polizei auflauert, verfolgt und immer wieder auseinander gebracht. Nun waren sie dort, wo ich anfangs an der alten Brücke stand und beschloss, die Novemberrevolutionsreise anzutreten. Hinter dieser Brücke war traditionell polizeifreier Versammlungsort, ein Ort außerhalb der Stadtgrenzen. Hier berieten sich die Revoltierenden, um einen sinnvolles Vorgehen des Streiks zu finden.

Jetzt verstehe ich, die Geister im Querumer Wald, alles Revolutionäre, versteckt in ihrer eigenen Welt. „Im Wald da sind die Räuber. Halli, hallo, die Räubergeister. Das ist und muss so sein!“, fange ich lachend an zu singen. Mir ist, als lache ich damit Geister aus, bis mich Greta und Theo total verständnislos anschauen. Einen Tag später versammelten sich die jungen Braunschweiger vor dem Ölper Waldhaus. Arno Krosse war jetzt Wortführer der über zweitausend Jugendlichen von den Fabriken Büssing, Luther und Jüdel.

Am Ölper Waldhaus führten die Streikenden ihren Nachtausflug bei hellem Tageslicht weiter. Vielleicht hatte die Aktion jetzt einen anderen Namen bekommen. Es ging in Richtung Weißes Ross an der Celler Straße stadteinwärts. Dort gelang es der Polizei und der Feuer-wehr, den Zug wieder aufzulösen, der sich am Mastbruch an der Helmstedter Straße einen Tag später erneut sammelte.

Diesmal mit tausend achthundert jungen Männern und dreihundert Frauen. Sie gerieten an diesem Treffpunkt auch in die Hände der politischen Polizei. Jedoch wurde es jetzt schwerer, die Masse wieder aufzulösen. Die Polizei sperrte den Hagenmarkt ab und holte sich Verstärkung. Alle Maßnahmen halfen nicht mehr gegen die Willenskraft und die Zahlenkraft der Demonstranten. Sie füllten von allen Seiten wieder einmal den Hagenmarkt und die Straßen an den Ministerien. Auch der versperrte Weg Richtung Rathaus konnte nicht mehr geräumt werden.

Während dieser Demos standen Frauen für ihre Kartoffelzuteilung am Hagenmarkt vor dem Gemüsehändler Weihe Schlange. Sie standen schon sehr lange und wussten nicht, ob sie eventuell auch vergeblich dort standen und nichts bekamen. „Wenn die Frauen keine Kartoffeln bekommen, sollen sie Kartoffelschale fressen. Für das Pack ist das gerade gut genug!“ sollte die zynische Äußerung eines Firmeninhabers Namens Fischer gewesen sein. Die empörten Frauen drückten daraufhin die Tür des Gemüsehändlers ein. Sie stürmten und plünderten das Geschäft. Da erst, an dieser Stelle, zu diesem Zeitpunkt, entfachte sich ein Riesentumult. So lautet der Polizeibericht, der die Reaktionen auf dem Hagenmarkt und den Seitenstraßen so bezeichnet und sehr hilflos klang.

„Kämpfende Frauen nach Nahrung für ihre Familien, kämpfende Jugendliche um Geld zum Überleben schafften Tumulte. Klingt noch ziemlich harmlos. Ist nur ein kleiner Laden an einer Ecke auf dem Hagenmarkt“, überlegt Theo erneut. „Oh, Ecke Hagenmarkt Bohlweg lese ich“, sagt Greta, die in die Blätter schaut und aufmerksamer wirkt.

„Diese Hungerrevolte bildete kurze Zeit später den willkommenen Vorwand für eine gewaltsamere Räumung des Hagenmarktes. Den Markt und die anliegenden Straßen von Menschen ‚zu säubern‘, blieben vergebliche Versuche von Seiten der Polizei!“, steht im Buch. Theo stoppt mit drohenden aufgerissenen Augen: „Zu säubern? Von Menschen zu säubern?“

Die vergeblichen Versuche, Markt und Nebenstraßen von Menschen ‚zu säubern‘, zogen sich bis in die Abendstunden hin. So kam es, dass Jugendliche, die auf dem Heimweg über den Hagenmarkt gingen, auf die noch bestehenden Absperrungen der Polizei trafen. Sie wurden angegriffen, wehrten sich jedoch mit Steinen und zwangen die Polizei zum Rückzug. Ein neu entstandener Demonstrationszug bewegte sich die Fallersleber Straße hinunter. Die Polizei forderte militärische Unterstützung an. Husaren ritten bis spät in die Nacht gegen die Attacken der Streikenden und attackierten. Ruhe und Ordnung wurde nicht mehr hergestellt, auch in den nächsten Tagen nicht.

Linde Suren, der Leiter des königlichen Generalkorps aus Hannover, wollte die Auszahlungssumme von sechzehn Mark jetzt auf vierundzwanzig Mark erhöhen und ließ dies den Streikenden mitteilen. Am vierten Mai nahm sich dann das Gewerkschaftskartell den Antrag des Jugendausschusses zur Hand und beriet darüber. Rudolf Sachs, Arno Krosse, Robert Gehrke und der Schlosser G. Kirchner sprachen sich gegen die neugebotene Auszahlungssumme und für eine Ausweitung des Streiks aus.

Es wurde eine Resolution verabschiedet, die August Merges dem Generalkommando übermittelte: „Wenn die Sparzwangsverordnung bis Sonnabend, den sechsten Mai nicht zurückgenommen ist, tritt die gesamte Braunschweiger Arbeiterschaft am Montag, den achten Mai in den Generalstreik.“ Das war ein Wort. Schon am sechsten Mai, nach neuerlichen heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei, Militär und Streikenden, wurde die Verordnung zurückgenommen.“


„Es haut also hin, wenn Massen zusammen halten und ein Ziel vor Augen haben. Sie haben es geschafft!“ rief ich glücklich. Jubelnd verlassen wir endlich das Restaurant am Hagenmarkt. Es ist nicht mehr der gleiche Bau. Es steht kein Fischer mit zynischen Worten mehr dort. Aber hier, wo wir saßen, war früher der alte Laden und die Kartoffelausgabe der Firma Weihe. Ich schaue mir die Ecke am Hagenmarkt an, während Greta sagt: „Nur Androhungen von Arbeitsniederlegungen oder Streiks können in der Hierarchie zu Veränderungen führen. So sollten mal unsere Atomkraftgegner vorgehen.“ Die, die in Atomkraftwerken arbeiten könnten streiken, aber die sind doch keine Atomkraftgegner schaue ich Greta fragend an. Sie macht eine Pause und schließt ihre Äußerung dann mit den Worten: „Zumindest ließe sich da in kleinen Schritten etwas überlegen und Wirkungsvolleres machen. Die richtige Adresse ist wichtig.“

Wir schauen uns das ehemalige Polizeigebäude, die Ministerien und noch einmal das Gebäude am Hagenmarkt an. Die Sonne scheint auf dem Platz. „General Linde Suren musste aufgrund seiner Niederlage zurücktreten. Er wurde von General Hänisch ersetzt.“ klärt uns Theo abschließend auf.

„Eine Braunschweiger Jugendzeitschrift beschreibt das bisherige Resultat des Krieges im gleichen Jahr: „Der Patriotismus eines Teils der Bevölkerung war schon bald einem dumpfen Hoffen auf Frieden gewichen. Tötung, Verstümmlung, Erkrankung, Verseuchung von Millionen der kräftigsten Männer, Ausrottung der Menschenblüte Europas, Verschleuderung hunderter von Milliarden, Dezimierung des von der Vergangenheit gespeicherten gesellschaftlichen Reichtums zu Lasten der Zukunft; Teuerung, Hungersnot, eine Sintflut von Kummer und Tränen, ein endloser Gespensterzug trauernder Mütter und Väter, Witwen und Waisen.“

Ich, Luisa, sage auch mal wieder was: „In solch einem Zustand verliert keiner und keine mehr viel. Nur die Angst vor Hunger, Tod und Machthabern. Dann können sich alle für eine neue Welt eingesetzten.“

Wir sitzen inzwischen auf den Treppenstufen des Braunschweiger Konsumschlosses. Eine ausgelegte Decke hält uns beim Sitzen warm. Ebenfalls eine Decke besorgen wir für das Arbeitsmaterial, dass wir jetzt ausgebreitet vor uns sehen. Ein wenig schlechtes oder nur bedächtiges Gewissen haben wir beim Auspacken unserer belegten Brötchen und der Getränke, denn wir haben gerade zu viel mit hungernden Menschen zu tun.

Nur wenige der vorbei gehenden Leute betrachten unsere Fundstücke. Sie sehen alle so leblos aus, die, die gerade das Konsumschloss verlassen haben. Irgendwie denke ich, sie bezahlten mehr als Geld, wenn sie sich da drinnen aufgehalten haben. Ein Mann bleibt länger vor den Fundstücken stehen: „Was haben Sie denn da?“, spricht er mich an.

Ich antworte leise und geheimnisvoll: „Geheime Unterlagen. Habe sie gefunden.“ Jetzt halte ich meine Hand vor meinen Mund und spreche noch leiser: „Es soll bald wieder einen Herzog geben.“

Ich schaue mich besorgt um, ob jemand mit hört und rede leise weiter: „Und einen Kaiser, Kaiser Otto IV. Das Jahr 2009 wurde schon zum Kaiserjahr proklamiert. Es steht auf dem Schreibpapier und Umschlägen unserer Stadtväter. Bald gibt es wieder einen Alleinherrscher, einen Diktator. Vielleicht ist er schon ausgesucht, und wir freuen uns, für ihn in den Krieg zu ziehen.“


Der Mann sagt beleidigt:  „Ach, so ein Unsinn. Machen Sie doch nicht so ein Theater. Sie müssen sich mal die Internetseiten der Stadt und des Kaiser-Otto-Jahres anschauen. Das ist wirklich schön gemacht. Ich bin begeistert.“

Ich empöre mich ebenso offen:  „Was? Natürlich kann  man schöne Internetseiten bauen. Das kann aber auch mit einer ganz anderen Kultur und nicht mit daher geholten feudalen Systemen gemacht werden.“ Er entfernt sich, der Opportunist will keine klare Aussprache.

„Einer von der MSPD“, urteilt Greta. „aber gut, ich kann ja froh sein, dass ich als USPD-Mitglied hier sitzen darf, vor diesem Konsumschloss“. Theo sieht ein wenig ungeduldig aus: „Moment, was heißt das schon wieder, Greta, USPD und MSPD?“ Er fühlt sich hintergangen, aber sie sagt: „Ich sage dir doch. Ich habe das Buch heimlich vorgeblättert. Ich erkläre es dir später!“

Die Reaktion der Machthaber auf den erfolgreichen Streik bestand darin, der jugendlichen Arbeiterschaft ihre Führer zu rauben. Zahlreiche Wortführer des Streiks wurden zum Militär einberufen. So auch August Thalheimer, der als Redakteur des Volksfreundes den Streik publizistisch unterstützt hatte.

Vergessen wir nicht, sie alle gingen mit vermerkten Unterlagen in den Krieg. Die Beamten sollten das Wort ‚Kohle‘ in die Papiere geschrieben haben, das heißt, es handelt sich um einen Sozialist, einen Widerständler.

Und sie wurden mutiger. Trotz Verluste streikten die nicht privilegierten Sozialdemokraten gegen die regierende unterdrückende SPD weiter. Flugblätter und Zeitungen wurden verstärkt tätig. Mobilisierung in vielen Richtungen kräftigte den Widerstand. Es gab viel zu tun und sorg-fältig musste gearbeitet werden. Denn die regierenden Kräfte kontrollierten die oppositionellen weiter und versuchten sie vehement zu schwächen. Im Anschluss an den Sparzwang wurde Karl Liebknecht in Berlin verurteilt.
(Ilona Meschke@2009)


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