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der Kohlrübenwinter

„Wie war das mit dem Kohlrübenwinter, Greta?“

Der Krieg verzerrte die Nahrungsmittel im Innern des Landes. Die breite Bevölkerung musste von einer Nahrungsmittelzuteilung leben. Hauptsächlich im Kohlrübenwinter neunzehnhundert sechszehn bis neunzehnhundert siebzehn. Jeder bekam ein paar Scheiben Brot aus Steckrüben gebacken, ein wenig Wurst oder Fleisch mit Sägespänen gemischt. Die Sterbefälle durch Seuchen und Krankheiten erhöhten sich enorm.

Greta bezeichnet das Jahr neunzehnhundert sechszehn im April schon mit Kohlrübenjahr, denn es hieß ganz einfach Jahr. Außerdem wissen wir, dass auch im April extreme Nahrungsmittelknappheit herrschte. Etabliert hat sich diese Bezeichnung Kohlrübenwinter wahrscheinlich erst im Winter.


„Fleisch mit Sägespänen? Mensch ist Säugetier, aber kein Nagetier“, sage ich und frage mich, wie sich das essen lässt.
(Ilona Meschke@2009)


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