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Freikorps

„Es hat sie schon immer gegeben. Wahrscheinlich gibt es sie auch immer noch“, sagt Theo. „Das ist alles?“ fragt Greta, die schon auf dem Fußboden Platz genommen hat, denn sie ahnt wir haben ihn herum bekommen. Er wird jetzt noch etwas mehr erzählen. Ich sitze Greta im Flur gegenüber. Nur Theo steht noch. „Theo, ich glaube auch. Es hat sie schon immer gegeben. Beispielsweise war Kolumbus schon ein Freikorps.“ meine ich und Theo wirft sofort ein: „Moment mal? Das habe ich nicht gemeint.“ Er steht immer noch. Aber sein Kopf beugt sich schon langsam zu uns hinunter. Ich bestehe auf die Richtigkeit meiner Aussage:

„Er war Freibeuter, Korsar, durch Schulden und anderen finanziellen Nöten kam er zu Entdeckungsreisen. Liebte und verehrte angeblich seine Auftraggeber, die Monarchen, die Monarchin, und wurde dadurch berühmter als sie.“ Theo widerspricht mir nicht. Er lässt mich ausreden und sinkt dabei tiefer. Er hockt jetzt auf dem Boden zwischen uns. Ich erzähle weiter: „Darum ging es doch, berühmt zu werden. Als Held gesehen zu werden, auch nach dem Tod, indem sie mit Menschen kämpften, die das gar nicht wollten und längst nicht so bewaffnet waren wie sie, eine Mogelpackung also. Diese Kategorie von Abenteurern sind dann bei halbwüchsigen Jungen tatsächlich die Helden geworden.

Kolumbus hat die einheimische Bevölkerung Amerikas verachtet und Sklaven gemacht. Warum soll er kein Freikorps gewesen sein, Theo?“ Theo hatte keine Lust, mir jetzt darauf eine Antwort zu geben. Aber wenigstens sitzen wir alle inzwischen in meinem Flur locker auf dem Boden. Ich möchte die beiden gerne dort festkleben, Vielleicht bekomme ich das auf eine andere Weise hin. Es ist still. Stille mag ich nicht. Theo ist an der Reihe, unseren Diskurs fortzuführen. Plötzlich berichtet Theo weiter ohne auf meine Aussage einzugehen.

Maercker heißt also mit vollem Namen Georg Ludwig Rudolf Maercker und war zuletzt Generalmajor. Er stammte aus einer preußischen Beamtenfamilie. Er gehörte kurze Zeit einer Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft an, war Offizier in Tansania, später Kommandeur einer dreiundvierzig Mann starken militärischen Einheit. Er nahm an Kolonialkriegen teil und gehörte als Kommandeur zu einer Schutztruppe in Namibia. Dort war er an der Niederschlagung einer dort lebenden Bevölkerung beteiligt. Im ersten Weltkrieg kämpfte er für Deutschland. Nach dem Krieg gründete er ein freiwilliges Landesjägerkorps. Er zerschlug mal blutig, mal weniger blutig die Räterepubliken mit einem Zehntausend-Mann-Heer nach der Revolution. In sämtlichen Schriften wird er dafür belohnt, mit Politikern wie Jasper, die Lage der Stadt und des Landes schnell zu entschärfen. Er verstand sich wohl als Held, vielleicht um Ruhm und Ehre zu erlangen, als Treuer Diener von Monarchen. Wie viele Todesopfer das insgesamt brachte, wird sicher niemand wissen.

Irgendwie muss er ja gewusst haben, dass seine Kämpfe gegen seine Gegner oft schon alleine wegen der unfairen militärischen Ausrüstung nicht heldenhaft sein konnten.

Seit November neunzehnhundert neunzehn war Maercker Kommandeur des Wehrkreises in Dresden. Neunzehnhundert zwanzig wurde er wegen Misstrauens entlassen. Während des Kapp-Putsches zeigte er ein sehr undurchsichtiges Verhalten. Als er aus dem Militärdienst entlassen war, gründete er einen deutschen Kolonialkriegerbund.

„Ach, wie hübsch“, sagt Greta. Mehr nicht. Sie will also auch weiter-machen. Theo aber sieht aus, als wolle er zum Ende kommen. Das geht nicht. Er muss merken, dass das hier irgendwie kein Ende hat. Ich will nicht, dass das ein Ende hat. Theo liest uns jetzt etwas Ausgedrucktes aus dem Internet vor:

"Kameraden, ich bin ein alter Soldat. Ich habe drei Kaisern vierunddreißig Jahre lang treu gedient. Ich habe in fünf Kriegen und drei Erdteilen für Sie gekämpft und geblutet. Ich liebe und verehre Wilhelm II heute noch ebenso wie vor vierunddreißig Jahren, als ich ihm Treue schwor. Aber er ist heute nicht mehr mein Kaiser und Kriegsherr, sondern nur noch ein Privatmann.

An die Stelle der kaiserlichen Regierung ist die des Reichskanzlers Ebert getreten. Sie ist gegenwärtig in schwierigster Lage, denn Sie hat keinerlei Machtmittel. Es hat schon einmal in Preußen eine Zeit gegeben, in der solche Freikorps geschaffen wurden. Als vor hundert sechs Jahren Preußen in ebenso großer Schande und tiefer Schmach daniederlag wie jetzt das Deutsche Reich, da fanden sich in Breslau unter dem Kommando des Majors von Lützow freiwillige Jäger zusammen. An jene Schar habe ich gedacht, als ich es übernahm, eine Freiwilligentruppe zu bilden."

„Das soll General Maercker gesagt haben, als er seine freiwilligen Landesjägerkorps aufstellte. Die Rede war übrigens viel länger, aber gekürzt, zum Glück!", sagt Theo, „Sie soll nur so ein Einblick über ihn verschaffen.“

Und Theo liest noch etwas: "Sei was du willst auf der Welt, aber was du bist, das habe den Mut, ganz zu sein. Wir verachten das Bürgertum und retten es doch mit unserem Blut. Wir sind angetreten, um die Freiheit der Nation zu sichern, und schützen eine Regierung, die das Volk und die Nation verraten hat."

„Das beispielsweise sagte ein Albert Leo Schlageter, ein freiwilliger Freikorpskämpfer, der um deutsche Grenzen herum Anrainerstaaten bekämpfte. Er wurde ungefähr mit 29 von den französischen Besatzungstruppen exekutiert.“ bereichert uns Theo mit seiner Recherche. Und er will doch noch ein wenig über Freikorps erklären.

Sie waren mal in einer Stärke von fünfhundert, mal elf- oder achtzehntausend Mann. Sie kamen aus der Lohnarbeiterschaft, um zu dienen, hauptsächlich waren es Landarbeiter. Vor allen Dingen kamen sie natürlich auch aus dem Bürgertum, die Truppeneinheiten gründeten und oft die Leitung dieser Freikorps übernahmen. Sie sahen sich oft als Abenteurer, süchtig nach Ehre, Heldentum oder Reichtum oder ihnen fehlten einfach andere Perspektiven, beispielsweise Soldaten nach dem Krieg, die keinen anderen Berufsweg einzuschlagen schafften.

Ihre Wirkungskreise waren in den Kolonien zu finden, auch in harten blutigen Auseinandersetzungen der Kolonialkriege. Aber man benutze sie auch, um Deutschlands Grenzen zu festigen oder zu erweitern. Erst die Weimarer Republik mit Ebert und Noske nutzte Freikorps für blutige Kriege im Landesinneren, die gegen Arbeiter- und Soldatenräte gerichtet waren. Für diesen Zweck wurden sogar Freikorps noch zusätzlich aufgestellt. Die blutige Niederschlagung der Münchner Räterepublik war eine Aktion von Freikorps mit Regierungsauftrag. Die Ermordungen leitender Sozialdemokraten wie beispielsweise Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Kurt Eisners, Gustav Landauers, Matthias Erzberger, Walter Rathenau erledigten ebenfalls Freikorps mit Regierungsauftrag.

Freikorps waren unterwandert mit monarchistischen, rechtskonservativen, antidemokratischen Absichten. Sie standen der Weimarer Republik ablehnend gegenüber. Oberstes Ziel vieler ihrer Truppen war die Zerschlagung aller Linken Kräfte.

Diese Tatsache richtet sich natürlich auch gegen die damals gemäßigte Mehrheitssozialdemokratie. Auswärts eingesetzte Truppen fühlten sich von der Regierung oft verlassen und verraten. Dann kehrten sie als hochexplosives Militär mit Hass gegen die Regierung nach Deutschland zurück.

Alle Truppen wurden neunzehnhundert zwanzig offiziell aufgelöst und die Reichswehr wurde auf zweihundert tausend Mann begrenzt, zumindest offiziell. Bekannt ist, neunzehnhundert einundzwanzig kämpften in Oberschlesien noch Truppen. Neunzehnhundert dreiundzwanzig betätigten sie sich getarnt als Arbeiterkommandos im Ruhrgebiet und während der französischen Besetzung. Teile der Freikorps wurden in die vorläufige Reichswehr übernommen. Andere fanden Unterschlupf in einer von Hermann Ehrhardt gegründeten geheimen Organisation, die für Aufträge führender Politiker auch mordeten. Man fand viele im Stahlhelm wieder. Ebenfalls waren die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die NSDAP sowie die SA und die SS mit ehemaligen Freikorps stark durchwachsen. Es entstanden auch unzählige neue rechtsradikale Kampf-verbände als Einwohnerwehren, Wehrverbände und Kampfbünde. Sie traten dafür ein, ihr verhasstes System, nämlich die Weimarer Republik stürzen zu wollen. Der rechtsgerichtete Lüttwitz-Kapp-Putsch entstand aus ihren Reihen.

„Theo, wo ist Greta?“ Theo scheint meine Frage nicht zu hören. Wir haben alle im Flur gesessen und ich sah sie nicht die Wohnungsausgangstür hinausgehen. Ich schloss diesen Ausgang heimlich ab. Ich weiß, was davon zu halten ist, aber ich weiß nicht, wo Greta ist. Gefühle von Panik entzünden sich wieder in mir. Warum verschwinden Menschen und Hunde, ohne dass wir es merken, ohne dass Türen und Fenster geöffnet werden? Ich habe nichts gemerkt „Theo, wo ist Greta?“ Theo antwortet: „Ich werde dir noch etwas über Ludendorff erzählen.“ Fast flehe ich: „Ja, bitte! Höre nicht auf zu erzählen und bleibe hier.“ Ich denke heimlich einen Moment, warum sagt er mir nicht, wo Greta ist? Dann klammere ich mich an dem, was ich von ihm jetzt bekommen kann.

Er hieß Erich Ludendorff und stammt aus der Familie eines Rittergutsbesitzers. Er machte eine Ausbildung im Kadettenkorps und die Karriere eines Generalstabsoffiziers. Neunzehnhundert vierzehn wurde er Chef des Generalstabs der achten Armee mit Paul von Hindenburg als Vorgesetzten. Kurze Zeit später erhalten die beiden das Oberkommando über alle deutschen Truppen der Ostfront. Dort sollte gleichzeitig eine Anlaufstelle für alle Kritiker an Reichs- und Heeresleitung des alldeutsch-annexionistischen Lagers gewesen sein. Ludendorff war maßgeblich am Sturz des Reichskanzlers beteiligt. Bei Friedensverhandlungen in Bukarest drängte er auf eine ausgedehnte Ostexpansion. Bei den nötigen Waffenstillstandsverhandlungen neunzehnhundert achtzehn belastete Ludendorff die Politiker der MSPD. Auch bei dem Zugeständnis der militärischen Niederlage sah Ludendorff nur die Unfähigkeit der MSPD. Er aktivierte sich für die Entstehung der Dolchstoßlegende und flieht danach nach Schweden. Er nahm Verbindungen mit der nationalen Vereinigung auf, der auch Wolfgang Kapp angehörte. Mit Hindenburg zusammen attackierte er die Weimarer Republik. Eine politische Zusammenarbeit mit Adolf Hitler und ein Putschversuch in München konnten ihm nachgewiesen werden. Nachdem der Putsch niedergeschlagen wurde, bekam Ludendorff den Auftrag, einen schon geplanten Marsch auf Berlin zu leiten. Weitere Putschversuche folgten. Ludendorff wurde Abgeordneter der nationalistischen Freiheitspartei und Mitglied im Reichstag. Seine Kandidatur für den Reichspräsidenten blieb erfolglos. Er gründete einen ‚Tannenbergbund‘ und später einen religiösen Verein ‚Deutschvolk‘. Diese Gruppierungen wurden verboten, später durch Hitler aber wieder zugelassen. Später taufte er seine Vereinigung in ‚Bund für deutsche Götterkenntnis‘ um.

„Theo, erzähle mir mehr. Jetzt über Kapp, Theo, diesen Wolfgang Kapp. Theo gehe noch nicht!“ Theo hatte langsam seine Jacke, von der er sich loslöste, wieder angezogen und geht zur Tür heraus. Fast nimmt er mich nicht wahr, sondern erzählt nur noch. Ich fasse seinen Arm: „Theo warte bleibe noch!“ Er steht im Treppenhaus und löst sich von mir: „Ich muss doch auch mal nach Hause! Was hast du nur? Es ist doch alles in Ordnung. Alles ist in Ordnung.“ Endlich sieht er mich wieder an. Zwar ein bisschen steif, aber er schaut mich wieder an. Ist das ein Trost. Vielleicht ist doch alles in Ordnung.

„Theo, bitte warte. Ich habe noch etwas für dich. Ich hole es. Geht ganz schnell! Warte noch! Schnell suche ich meinen Schlüssel für die Wohnungsausgangstür. Wenn er geht, gehe ich mit ihm, aber ich will später hier wieder hineinkommen, hier durch meine Wohnungseingangstür mit demselben Schlüssel wie für die Wohnungsausgangstür. Wenn ich mich wieder besser fühle, will ich wieder durch die Wohnungseingangstür. „Theo warte, ich komme gleich.“ Wo ist mein Schlüssel? Er liegt vor dem geöffneten Fenster. Wer öffnete das Fenster? Draußen ist es dunkel geworden. Sehr dunkel. Stürme blasen durch das blattleere Gehölz. Ich will den Wald in der Ferne nie mehr wiedersehen, keine Geister und kein Rufen. Die Wolken ziehen in mehreren Schichten vorbei, höhere überrollen die untere Schicht. Ich greife zum Schlüssel. Was ist da? Unter meinem Fenster an der Mauer des Hauses gequetscht ziehen Geister vorüber. Es sind Frauen und Kinder. Sie haben Kommissbrote erstanden und tragen die Beute schützend unter ihren Mänteln heim. Die Kommissbrote haben einen hohen Anteil an Sägemehl mit eingebacken. Die Geister schleichen still an der Hausmauer entlang bis nach Hause. Was ist das? Theo steht vor dem Fenster. Fast sehe ich ihn nicht. Ich höre ihn:


„Wolfgang Kapp kommt aus einer nationalliberalen Familie, die ins Exil nach New York ausreiste. Er wurde Jurist wie sein Vater, Familienvater mit einem Rittergut in Ostpreußen und Landrat, vortragender Ratim preußischen Landwirtschaftsministerium. Später war er Kommissar und wirkte im deutschen Reich bei Handels- und Zollverträgen mit. Dann Generaldirektor der Ostpreußischen Landschaft. Er gründete die deutsche Vaterlandspartei mit. Neunzehnhundert achtzehn war er Reichstagsabgeordneter. Mit anderen Politikern und Offizieren, auch mit Ludendorff gründete er die nationale Vereinigung, in der eine antidemokratische Gegenrevolution geplant wurde, also die Abschaffung der Republik. Sie sollte durch eine militärische Diktatur ersetzt werden.

„Theo, geh‘ nicht ohne mich. Wo bist du?“ rufe ich suchend unter meinem Fenster. Soll ich denn aus dem Fenster springen und ihn suchen? Ich wohne im Erdgeschoss. Mir ist danach. Er redet weiter. Er steht wahrscheinlich hinter der Hausmauer.

„Bald gehörte Kapp dem Parteivorstand der deutschnationalen Volkspartei, DNVP, an. Als ihm von Reichswehrminister Gustav Noske die Kommandogewalt über zwei Reichswehrdivisionen in Berlin und Dresden, die Marinebrigaden Ehrhardt und Loewenfeld entzogen wurden, entschloss er einem Militärputsch. Teileweise waren Politiker der Weimar Republik vorgewarnt und verließen Berlin, bevor Kapp und Lütwitz mit der Marinebrigade Ehrhardt die Stadt kampflos einnehmen wollte. Kapp saß bereits als Reichkanzler und preußischer Ministerpräsident auf den Thron. Lüttwitz sah sich als Reichswehrminister und Oberbefehlshaber der Reichswehr. Sie blieben nicht lange, denn unsere Kommunisten und Arbeiter hielten massenhaft zusammen und holten sie da runter.

„Theo, wo bist du? Ich habe meinen Schlüssel. Ich komme zu dir raus, warte. Theo, du konntest gar nicht raus und im Treppenhaus stehen. Theo, ich musste doch die Wohnungsausgangstür erst wieder aufschließen?“ Es stimmt! Ich springe nicht aus dem Fenster. Ich nehme meinen Schlüssel, schließe die Wohnungsausgangstür auf, wie es sich gehört, und laufe aus der Wohnung, denn ich höre Theo wieder:

„Walther Freiherr von Lüttwitz, da musst du selbst recherchieren.“ Das ist Theos stimme. Er scheint weit weg? Er muss rechte Seite ums Haus gelaufen sein. Ich eile herum. Es ist stürmisch. Wolken rasen am Himmel vorbei. Ich ziehe meine Kapuze auf den Kopf und suche nach Theo. Hinter mir sagt etwas:

„Hermann Ehrhardt, militärischer Mörder und Leiter einer Freikorpstruppe für die MSPD. Danach beteiligte er sich am Kapp-Putsch für eine neue Diktaturregierung. Schau mal selbst nach. Es gibt viele Vernetzungen.“

Die Stimme ist jetzt hinter mir. Doch sie scheint langsam wegzufliegen. Schnell drehe ich mich um und sehe doch nichts mehr als Dunkelheit. Ich rufe: „Theo!“, „Theo!“ Ich höre nichts mehr. Es ist zum verzweifeln.

Ich gebe hier draußen die Suche auf und laufe zu meiner Wohnungseingangstür. Es ist dieselbe wie die Wohnungsausgangstür. Eine Wohnungsausgangstür gibt es bei mir nicht mehr. Ich schließe ab so laut ich kann. „Endlich ein Geräusch!“ rufe ich. Ich verbarrikadiere mich in meiner Wohnung. Ich schließe alle Fenster und hänge sie zu. Ich zünde den Kamin an, breite das gefundene Arbeitsmaterial noch einmal aus und die in der Küche zurückgelassenen ausgedruckten Internetseiten.

Ich vergrabe mich in das Material, das langsam immer mehr zu leben beginnt. Ich schreibe ein Buch, von der Geschichte, von unseren Erlebnissen. Ich beginne sofort, denn alles scheint zu leben.
(Ilona Meschke@2009)


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